Das Stadtteilbüro Friedrichshain in der Warschauer Straße 23 ...

... ist Anfang 2008 als ein bürgerschaftlicher und ortsteilübergreifender Zusammenschluss, von verschiedenen Betroffenenvertretungen in den damaligen Sanierungsgebieten, kiezbezogenen Bürgervereinen und Akteuren aus dem Bereichen der Partizipation in der sozialen Stadtentwicklung in Friedrichshain gegründet worden.

Bild Eingang Stadtteilbüro

Das Stadtteilbüro Friedrichshain ist als ein “nichteingetragener Verein" eins der kollektiven Mitglieder im Rahmen- und Trägerverein Kooperationsnetz Friedrichshain e.V. Der KoopFhain e.V. übernimmt für das Stadtteilbüro das Mietverhältnis und die Bewirtschaftung der Räumlichkeiten in der Warschauer Straße 23 und stellt das notwendige Konto bereit.

Ebenso wie der "Stadtteilausschuss Kreuzberg" wurde das Stadtteilbüro mit einer Basisfinanzierung über den Bürgerbeteiligungsfonds der Bezirksverordneten Versammlung ausgestattet. 

Das Stadtteilbüro ist als Zusammenschluss verantwortlich für die Umsetzung der „Anlaufstelle für Information und Bürgerbeteiligung“. Im Rahmen dieses Projektes bietet das Stadtteilbüro jeden Montag sowie jeden Donnerstag eine offene Bürger/innensprechstunde von 17:00 bis 19:00 an.

Beteiligte Initiativen sind die Akteure aus der vormaligen Betroffenenvertretung Warschauer Straße, der  Südhang e.V., die Sozialberatung Friedrichshain, die Interessenvertretung "Die Anrainer" und der CloF e.V.

Aufgaben und Ziele:
Das Stadtteilbüro Friedrichshain unterstützt den Bezirk bei Bürgerbeteiligungsverfahren im Rahmen des Baugesetzbuches. Es organisiert im Rahmen der offenen Stadtteilarbeit eigene Bürgerveranstaltungen im Bereich der sozialraumorientierten Stadtteilentwicklung von unten bzw. unterstützt andere bürgerschaftliche Initiativen bei solchen Vorhaben.

Bürgersprechstunde jeweils Montags und Donnerstags von 17-19:00 Uhr.

Kontakt über Email:

stb@koop-fhain.net

Grafische Darstellung der Tätigkeitsbereiche

Unser Projekt "Anlaufstelle für Information und Bürgerbeteiligung" ...

... umfasst zwei Bewohner/innen-Sprechstunden in der Woche (montags- und donnerstags von 17:00 bis 19:00) im Stadtteilbüro Friedrichshain Warschauer Straße 23. 
In dieser Zeit können Bewohner, Mieter und Hauseigentümer sowie Gewerbetreibende Antworten auf ihre Fragen und Anliegen erhalten, oder Information erhalten, welche bezirklichen Stellen oder beauftragte Unternehmen ihnen weiterhelfen können.

  • Ebenfalls können in dieser Zeit veröffentliche Planungsunterlagen in ausgedruckter Form oder digital eingesehen werden.
  • In den Beratungszeiten können auch unterstützte Web-Recherchen zu Fragen und Problemen der sozialen Stadtentwicklung umgesetzt werden.




Arbeitsgruppe Berlin für alle


Streitgespräch
Berlin für alle ! Bezahlbarer Wohnraum für alle!

Donnerstag, den 16. Juni 20116 um 19:00
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4

Vorstellung und Diskussion der wohnungspolitischen Streitschrift 
Wohnraum für alle Berlin


Der Berliner Senat hat eine neue Gründer-zeit für Wohnungsbau ausgerufen. Damit zollt er den gemeinsamen Protesten der Stadtteil- und MieterInnen-Initiativen Tribut, denn die setzen die soziale Wohnungsfrage seit 2011 immer wieder auf die stadt-politische Agenda. Wohnraumversorgung für alle ist DIE zentrale Auseinandersetzung zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2016.
Obwohl öffentliche Wohnungsunternehmen endlich wieder Wohnungen schaffen, hat sich an der marktkonformen Wohnbau-Förderung nichts geändert. Der Berlin-weite Wohnungsnotstand armutsgefährdeter Haushalte und durchschnittlicher LohnempfängerInnen nimmt stets weiter zu.
Die Vorstellung, dass bezahlbarer Wohn-raum entsteht, indem höherwertige Wohnungen für hohe Einkommen geschaffen werden, ist eine Illusion. Neuvermietungspreise liegen jetzt schon mehr als 31% über der Mietpreisbremse.
Die Mehrheit der Mieter wird so langfristig aus der Stadt verdrängt. Soziale und kulturelle Vielfalt in Berlin - adé.

Berlin als Stadt der Mieter*innen braucht:
  • einen Zuwachs an bezahlbaren öffentlichen Wohnungen von 15.000 - 20.000 Wohnungen pro Jahr für die nächsten zwei Legislaturperioden
  • einen Rückkauf bereits privatisierter Wohnungsbestände im Sinne einer gemeinwirtschaftlichen Rekommunali-sierung – unter verstärkter Beteiligung der MieterInnen an den Entscheidungen der Wohnungsunternehmen
Der Wohnungsnotstand betrifft die Mehrheit der Berliner Mieter*innen.
  • Wir fordern einen jährlichen Sonderbericht des Abgeordnetenhauses über die Situation der Wohnraumversorgung aller armutsgefährdeter Gruppen (einschließlich Wohnungslose und Geflüchtete).
  • Die kommunale Wohnungswirtschaft ist kein Besitzer, sondern beauftragter Sachverwalter öffentlichen Eigentums. Daher muss sie dem Gemeinwohl dienen und sich keinesfalls der Profitmaximierung unterwerfen.
  • Demokratische Beteiligungsrechte der Bezirke und StadtbürgerInnen dürfen bei Neubauvorhaben nicht via § 34 BauGB und Senatsermächtigungen ausgehebelt werden.
  • Zielkonflikte zwischen Wohnraumversorg-ung und Anpassung der Stadt an den Klimawandel müssen gleichrangig beachtet werden.
  • Für die nächsten 10 Jahre muss ein soziales Wohnraumversorgungs-programm aufgelegt werden, das jährlich 10.000 – 20.000 zusätzliche, dauerhaft bezahlbare Wohnungen im öffentlichen Eigentum durch Neubau, Rückkauf und Rekommunalisierung schafft und zudem im Bestand durch energetische Ertüchtigung warmmieten-neutral sichert.
  • Die Wohnkostenbelastung muss dem real verfügbaren Einkommen armutsge-fährdeter Haushalte entsprechen.
    In öffentlichen Wohnungsneubauten ist zukünftig eine Relation zu wahren von:
    zwei Dritteln bezahlbarem Wohnraum für armutsgefährdete Haushalte (in Höhe von 6,50 € dauerhaft)
    einem Drittel Wohnen zu Kosten, die maximal ein Drittel des durchschnitt-lichen Berliner Haushaltseinkommens betragen.
  • Die AV-Wohnen zur Kostenübernahme im Transferleistungsbezug muss so gestaltet werden, dass die wirklichen Wohnkosten übernommen werden.
  • Auf Aufforderungen zum Wohnungsumzug ist zu verzichten, es seid denn, es ist bezahlbarer Wohnraum im Umfeld des bestehenden Lebensmittelpunkts verfügbar.
  • Wirklich bezahlbarer Wohnungsneubau wird geschaffen, wenn die Kosten für Baufinanzierung- und Erichtung 1.450 €/m² nicht überschreiten.
Das Land Berlin braucht eine andere Wohnungspolitik - die ist auch unter den jetzigen Rahmenbedingungen machbar.
Das setzt eine reale Umverteilung im Haus-halt voraus. Schuldenabbau- und Sparpolitik um jeden Preis ist Klassenkampf von oben zugunsten der Nettovermögen-Besitzenden.
Ohne den Druck der Politik der Straße wird das Geschäft mit dem Wohnraum nicht eingeschränkt. Das Instrument Milieuschutz braucht direkte Mietpreisbindungen als Verwertungs- und Aufwertungsbremsen.
Das Verfassungsgebot der sozialen Wohnraumversorgung muss für alle Menschen in Berlin gelten - und das bisherige wohnungs-politische Sozialstaatsversagen zu Gunsten schrankenloser Profitmaximierung endlich Geschichte werden.
Die Hälfte der Grunderwerbssteuer-Einnahmen des Landes ist für die Schaffung neuer bezahlbarer Wohnungen zweckgebunden einzusetzen.
Wie so etwas machbar und durchsetzbar ist, darüber muss gemeinsam diskutiert werden, um es zusammen erkämpfen zu können.
 
Wie so etwas machbar und durchsetzbar ist, darüber muss gemeinsam diskutiert werden, um es zusammen erkämpfen zu können.

Link zur Kurzfassung der Forderungen

aus dem Bezirk


Das RAW-Gelände, mehr als ein Imageproblem! ein Werkstattgespräch

Untersuchungsgebiet
Informations- und Diskussionsveranstaltung von

Bündnis 90/Die Grünen Friedrichshain-Kreuzberg am 2. Juni

Friedrichshain ist attraktiv und zieht viele Menschen an. Doch die steigenden Mieten befördern Verdrängung aus den Kiezen und stellen viele alteingesessene Anwohner*innen vor existenzielle Probleme. Um dem entgegenzuwirken, gilt in Friedrichshain bereits rund um den Boxhagener Platz und in einem Gebiet um die Petersburger Straße der Milieuschutz. Zukünftig soll es auch im Kiez um die Weberwiese ein drittes Milieuschutzgebiet geben.

Doch was bedeutet es, in einem Milieuschutzgebiet zu wohnen und was kann der Milieuschutz wirklich leisten?

Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Bezirkspolitik, Forschung und Zivilgesellschaft möchten wir über das bevorstehende Milieuschutzgebiet an der Weberwiese informieren und darüber diskutieren, ob und wie das Instrument des Milieuschutzes noch wirksamer zum Schutz von Mieter*innen werden kann. Einleitend werden die Ergebnisse einer Sozialstudie der asum GmbH zum neuen Milieuschutzgebiet Weberwiese vorgestellt.

Podium: Hans Panhoff (Bezirksstadtrat für Planen, Bauen und Umwelt F-K), Julian Schwarze Bezirksverordneter (Bündnis 90/Die Grünen F-K), asum GmbH (Angewandte Sozialforschung und urbanes Management), Rainer Wahls (Stadtteilbüro Friedrichshain)

Moderation: Clara Herrmann, MdA, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen



Entwicklung auf dem RAW-Gelände - zweite Werkstatt der Kurth-Gruppe

Die zweitägige Nutzer- und Fachwerkstatt für einen Planungsentwurf der Kurth-Gruppe als Teileigentümer auf dem RAW-Gelände fand am Freitag, den 27.05.2016 und Samstag den, 28.05.2016 statt. Am Freitag wurden zwei erste städtbeauliche Entwürfe als Diskussionsgrundlage vorgestellt. Anschließend gab es mit der Methode des World-Café´s Diskussionsrunden zu jeweiligen Teilgebieten. Das Stadtteilbüro war an der Dokumentation von drei der vier Thementischen beteiligt. Damit wurde die von den Nutzer*innen geforderte Verfahrenstaransparenz sicher gestellt.


Vortrag des Stadtteilbüro Friedrichshain zu Perspektiven der Wohnungspolitik in Berlin vor der Arbeitsgruppe Wohnen von ver.di Berlin/Brandenburg am 26.02 2015. Ein besonderer Schwerpunkt war dabei das Problem des Wohnens im Alter. Dargestellt wurden die aktuellen Entwicklungsdaten, sowohl sozialempierisch, wie in den Mietenentwicklungen der letzten Jahre. Die Vorhaben des Senats werden zwar auf ein "Mengenproblem" reagieren, aber der geplante Wohnungsneubau führt nicht zu bezahlbaren Wohnraum gemessen an den Bedarf von 120.000 Wohneinheiten. Link zur Präsentation (PDF)


Die Mieten steigen, bezahlbarer Wohnraum muss geschaffen werden. Der Senat hat die städtischen Wohnungsgesellschaften aufgefordert, in ihren Möglichkeiten Wohnungsneubau voranzutreiben. Die WBM, die seinerzeit die Friedrichshainer WBF kaufen musste, hat im zuständigen BVV-Ausschuss im November 2014 seine Planungen zum konzentrierten Bau von Punkthochhäusern auf Grünflächen und jetzigen Parkplätzen vorgestellt. Die Präsentation ist hier einsehbar.


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Das Projekt Mietrechtselbsthilfe & Rekommunalisierung ...

... wird in Zusammenarbeit mit der Mietergemeinschaft Kotti&Co, der Sozialberatung Friedrichshain und dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße umgesetzt. Angeboten werden eine wöchentliche Sozialberatung im "Gecekondu" am Kottbuser Tor, sowie mietrechtliche Beratungen durch zwei Anwälte. Ziel des Projektes ist es, die Mieter/innen solidarisch zu unterstützen und in den Auseinandersetzungen um auffallend hohe Wohnnebenkosten beim Vermieter Deutsche Wohnen / GSW zu begleiten. Mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg wird sondiert, ob es Voraussetzungen gibt, diese Großsiedlung im Innenstadtbereich als eine soziale Problemimmobile zu begleiten. Dabei wäre es möglich, auf Vorschläge der NRW „Enquete-Kommission wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Finanzinvestoren“ zurückzugreifen.

Am 12. Dezember unterstützte das Stadtteilbüro Friedrichshain die Mietergemeinschaft Kotti&Co bei der Diskussionsveranstaltung anlässlich der Übernahme der GSW durch die Deutsche Wohnen AG.


Konferenz zum sozialen Wohnungsbau

Nichts läuft hier richtig!” Unter diesem Motto wurde am 17. November 2012 im Berliner Abgeordnetenhaus eine wohnungspolitische Konferenz organisiert. Das Besondere war: Dies ist keine Veranstaltung von Stadtentwicklern für Stadtentwickler/innen und politische Entscheidungsträgern gewesen, sondern im wahrsten Sinne ein Stück Stadtentwicklung von unten. Bewegte Betroffenengruppen und Mieter/innen-Initiativen haben kritisch das alte Modell der abschreibungsfinanzierten Kostenmiete und die Rechtskonstruktion des damaligen "sozialen Wohnungsbau" betrachtet. Berlin hat ein massives "Mietenwohnungsproblem" und einen faktischen Wohnungsnotstand. Der private Neubau der letzten Jahre war fast vollständig auf einen Verkauf als Eigentumswohnung ausgerichtet. Keiner der wohnungspolitischen Neuortungsüberlegungen ist eine Antwort auf die reale Verdrängung des Drittels der Berliner Wohnbevölkerung, die auf Transferleistungen (SGB II, SGB XII oder Wohngeld) angewiesen ist. Die ins Gespräch gebrachte "Querfinanzierung" (durch in Bezug zum Mietspiegel höhere Mieten bei neu errichteten Wohnobjekt, um damit bei Nachweis der Bedürftigkeit auf Antrag individuell eine Miete im kommunalen Wohnungsbestand zu mindern) ist mit Sicherheit keine gesellschaftspolitische Antwort. Außerdem geht sie an dem Kernauftrag der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft vorbei, die zwar wirtschaftlich selbsttragend tätig sein, aber eben nicht den am Markt maximalen Mietzins einnehmen soll. In der Konsequenz bedeutet das: Berlin braucht einen neuen Ansatz für einen sozialen Wohnungsneubau und Rückkauf im Innenstadtbereich. 2014 laufen die alten Förderverbindlichkeiten aus und die Mittel werden frei, um zu einem für die Bürger und Bürgerinnen sinnvollen Systemwechsel zu kommen. Das Stadtteilbüro Friedrichshain hat für die Initiative "Kotti&Co" Grundüberlegungen entwickelt, wie denn so ein anderes wohnungspolitisches Entwicklungsprogramm aussehen könnte, dass eben nicht auf Abschreibungsgewinne der Einkommens- und Vermögensbesitzenden basiert. Es geht darum, die Errichtungs- und Bewirtschaftungskosten nicht durch Zinsforderungen der Banken zu verteuern. Zusätzlich soll es mehr gesellschaftliche und parlamentarische Transparenz bei der Vergabe und Verwendung der öffentlichen Mittel geben. Auf der Grundlage dieser Überlegungen wurde für die Konferenz ein Vortrag zu einer möglichen Rekommunalisierung der Wohnungswirtschaft erarbeitet und dort gehalten.

Ballermanisierung von Wohngebieten

Im Oktober 2012 organisierte die „Initiative gegen den Lärm in und um die Simon-Dach-Straße“ eine Auftaktveranstaltung. Das Problem der Lärmbelastung und kulturwirtschaftlichen Übernutzung begleitet die Simon-Dach-Straße, seit dem mit öffentlichen Mitteln des Landes und des Bezirkes ein touristischer Anziehungspunkt geschaffen wurde, der um 2000 an dem Image des alten Prenzlauer Berges und des Kollwitz Platzes als "Marke" anschließen sollte. An die Zeiten des Gewerbeleerstandes erinnert nichts mehr in dem Quartier. Die immobilienwirtschaftliche Inwertsetzung der gründerzeitlichen Quartiere war begleitet von einem relevanten Austausch der bisherigen Mieter/innenschaft. Die jetzige kultur- und immobilienwirtschaftliche Inwertsetzung hat bereits einem zweiten, schleichenden Austausch der Bewohnerschaft geführt, die überwiegend mit den Folgewirkungen von Prozessen zusammenhängen. In den öffentlichen Auseinandersetzungen wird das unter den beiden Leitbegriffen der „Ballermannisierung“ und „Touristification“ debattiert. Die Entwicklung auf dem RAW-Gelände ist zwar nicht der Verursacher dieser kritisch wahrgenommenen Entwicklung. Diese wird aber mittlerweile als ein wesentlicher Teil des Problems und immer weniger als Teil einer Lösung angesehen. 

Insgesamt überwiegt in unserer Wahrnehmung als Stadtteilbüro Friedrichshain eher eine gefühlte Einschränkung der bisherigen Wohn- und Lebensqualität in den umgebenden Quartieren. Es geht nicht darum, in einem urban verdichteten Raum suburbane, überschaubare Lebensqualitäten zu verteidigen. Berechtigt ist das Anliegen, Gesprächsräume zu schaffen, in den Interessens- und Nutzungskonflikte zwischen Anwohner/innen, kulturwirtschaftlichen und gastronomischen Gewerbetreibenden, Immobilieneigentümer/innen und dem Bezirksamt zu schaffen. Die beiden „Runden Tische Lärm“ haben aber gezeigt, dass Anwohnende als Einzelpersonen „ordnungspolitisch“ der Lärmbelastung ausgeliefert sind. Es geht mittlerweile nicht mehr nur um Folgen von verlängerten Außenausschankzeiten geht, sondern um „situationsbedingte Lärmbelastungen“ vor und nach den Club- oder Gastronomiebesuchen.

Einfache und eindimensionale Lösungsansätze wird es nicht geben und objektive Interessenlagen lassen sich nicht einfach auflösen. Aus der Sicht des Stadtteilbüros Friedrichshain gibt es sowohl kleinteilige und niederschwellige Instrumente, wie eine telefonisch erreichbare RAW-übergreifende Kontaktstelle der Eigentümer als Vermieter für die Nachbarschaft. Ein nachhaltiger Lösungsweg wäre das Instrument „Immobilien- und Standortgemeinschaften“ (BIG) auf der Grundlage des im Oktober 2014 erlassenen Gesetzes. Das ist zwar ein Instrument, um Geschäftsstraßen zu entwickeln, wenn ein bestimmtes Quorum an Gewerbetreibenden und Immobilieneigentümern einen gemeinsamen Antrag stellen. In dieser Konstruktion ist eine partizipative Beteiligung der Nachbarschaft im Quartier nicht vorgesehen. Die Intension dieses neuen Instruments liegt in einer verbesserten kulturwirtschaftlichen und gewerblichen Entwicklungsdynamik und nicht im Umgang mit den Folgeproblemen einer ungeregelten Entwicklung auf Kosten des Wohnquartiers. Eine „nachhaltige Vitalisierung im Rahmen einer kooperativen Stadtentwicklung“ sollte aber auch die Wirkung von Akzeptanzproblemen in der Bewohnerschaft des Quartiers ernst nehmen. 

Mittelfristig gibt es zwei gegensätzliche Wege des Umgangs mit diesen realen Interessens- und Nutzungskonflikten:

  • Entweder bemühen sich die Bewohner/innen des Quartiers in Form eines Anwohner/innenantrags um eine größtmögliche Einschränkung der kulturwirtschaftlichen und gastronomischen Übernutzung des Wohnquartiers.
  • Der zweite Weg könnte darin bestehen, dass es eine notwendige Anzahl von Gewerbetreibenden und Immobilieneigentümern gibt, die zusammen mit den interessierten Nachbarn zu Formen der „kooperativen Stadtentwicklung“ kommen wollen.

Anträge für Projekte aus dem Bürgerbeteiligungsfonds der BVV-Friedrichshain-Kreuzberg

Die beiden Projektanträge des Stadtteilbüros Friedrichshain wurden im BVV-Ausschuss Stadtentwicklung, Soziale Stadt und Quartiersmanagement, Mieten bestätigt. Zusammen mit den Aktionsbündnis Friedrichshain West wird eine Diskussion zu den Nachverdichtungsvorhaben des städtischen Wohnungsunternehmen WBM möglichst vor der Sommerpause organisiert. Im Anschluss wird es unter dem unter dem Arbeitstitel "Gefahrenzone Friedrichshain Süd" zur Situation auf der Warschauer Brücke und der Revaler Straße ein Streitgespräch geben. Ausgangsthese des Stadtteilbüros ist, dass mit polizeilichen Mitteln und eigenen Sonderstaatsanwalt die komplexen Problemlagen nicht auflösbar sind.

Link zu den beiden Projektanträgen

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Offene Stadtteilarbeit?

Friedrichshain hat durchaus eine oppositionelle Vorgeschichte in der späten DDR. Dazu gehörte auch die "offene Arbeit" mit jungen, unangepassten Menschen unter dem Dach der evangelischen Kirche. Offenheit bedeutete seinerzeit: "Die Marginalisierten nicht anpassen wollen, sondern eine Gesellschaft verändern, die ausgrenzt." (Siehe auch: Alles verändert sich, wenn wir es verändern. Die Offene Arbeit Erfurt im Wandel der Zeiten.) In diesem Sinne ist das Stadtteilbüro auch ein Ansatz der offenen Arbeit, der eben nicht über "Beteiligung von oben" Zustimmung absichern will. 
Im Vordergrund steht die Stärkung des Anspruchs einer "Selbstermächtigung“ als mitentscheidender Bürger und Bürgerin. Partizipation heißt, Menschen, die sich auf dem Weg gemacht haben, zu begleiten und mit bürgerschaftlichem Eigensinn die Kommunalpolitik der parteipolitischen Entscheider/innen demokratisch zu erweitern.
In dem Sinne können bürgerschaftliche, soziale und politisch Initiativen die Räumlichkeiten und technischen Ressourcen des Stadtteilbüros mitnutzen. Und natürlich können und sollen sie auf die Kompetenzen der Menschen zurückgreifen, die die Verantwortung für das Stadtteilbüro Friedrichshain übernehmen.

Unterstützung des Einwohner/innenantrags des Südhang e.V. zur Einführung einer Erhaltungssatzung

Das Gebiet um die Richard-Sorge-Straße und der nördliche, erste Block der Frankfurter Allee sind geprägt von einer gründerzeitlichen Bebauung bzw. von den vor zwei Jahren noch nicht sanierten Stalinbauten. In beiden Gebieten gibt es einen hohen Aufwertungsdruck und Umwandlungen von Mietwohnungen in Einzelwohneigentum. Das Stadtteilbüro Friedrichshain unterstützte den Südhang e.V. bei einer aktivierenden Umfrage unter der Nachbarschaft und die Auseinandersetzung des Mieter/innenrats in den Stalinbauten mit dem Eigentümer. Bis auf die CDU-Fraktion übernahmen alle anderen BVV-Fraktionen die Intension des Einwohner/innenantrags. Beide Gebiete wurden in einem Milieuschutzgebiet zusammengefasst. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung wurde auch gemeinsam die Forderung nach einer wirksamen Umwandlungsverordnung in die Bezirkspolitik und die interessierte Öffentlichkeit hineingetragen.

 

Eine Auwahl unserer Aktivitäten, wird ergänzt..

im Jahr 2014

  • 06/14 Informationsveranstaltung "Umbau Warschauer Straße"

Link (extern) zur Videopräsentation

Link zum herunterladen der Präsentation als PDF

im Jahr 2013

  • 08/13: Vortrag bei der Gründung des Bündnisses für bezahlbares Wohnen Neukölln - Initiierung eines Einwohnerantrags zur Einführung eines Milieuschutzgebietes.
  • 12/13: Übernahme der GSW - Diskussionsveranstaltung bei Kotti&Co

im Jahr 2012

  • 04/12: Anwohnerbefragung im Richard-Sorge-Kiez - Das Stadtteilbüro und der Veranstaltungspool unterstützen den Südhang e.V. bei der Erarbeitung eines Fragebogens, dessen Verteilung und Auswertung.
  • 04/12: Informationsveranstaltung "Mietentwicklung und Hausverkäufen" - Informationsveranstaltung zur Mietentwicklung und Hausverkäufen\t im Gemeindesaal der Pfingstkirche mit Werner Öhlert, ASUM GmbH (Angewandte Sozialforschung und urbanes Management GmbH).
  • 04/12: Interfraktionelle Arbeitsgruppe Bürger/innen-Haushalt - Das Stadtteilbüro Friedrichshain erarbeitet einen Vorschlag zur Neuordnung des Bürger/innen-Haushaltsverfahrens im Bezirk.
  • 05/12: Diskussionsveranstaltung „Wem gehört der Kiez?“ - Diskussionsveranstaltung im Gemeindesaal der Pfingstkirche mit Bürgermeister Dr. Schulz.
  • 05/12: Veranstaltung "Robert Havemann - eine persönlich-politische Biographie" - Zur Erinnerung an den 60. Todestag von Robert Havemann organisiert der Verein Koop Fhain e.V. in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro, der Robert-Havemann-Gesellschaft und der Bezirkszentralbibliothek eine Lesung und ein Gespräch mit Jens Reich zu Havemann.
  • 08/12: Einwohnerantrag Milieuschutzgebiet - Das Stadtteilbüro Friedrichshain unterstützt den Südhang e.V. und den Mieterrat Frankfurter Allee bei der Formulierung, Einreichung eines Einwohnerantrags zur Prüfung der Voraussetzung zur Einrichtung eines Milieuschutzgebietes.
  • 08/12: Straßenfest Richard-Sorge-Straße - Zusammen mit dem Mieterladen vom  UBI KliZ e.V. sind wir mit einem Stand präsent und stellen Bürgerinitiativen, sowie den Stand der Berliner Mieter/innen-Proteste vor.
  • 08/12: Suppe & Mucke Straßenfest - Das Stadtteilbüro ist an drei der Podiumsrunden zur Stadtteilarbeit und Politik von unten beteiligt.
  • 08/12: wohnungspolitisches Rahmenkonzept - Im „Gecekondu“ von „Kotti und Co“ stellt Michael Breitkopf die Thesen zu einem „wohnungspolitischen Rahmenkonzept“ zur Diskussion.
  • 09/12: Bürgerveranstaltung Lärmprobleme Simon-Dachstraße / RAW-Gelände - Das Stadtteilbüro unterstützt die Bürgerinitiative und bereitet mit ihnen zusammen den begonnenen Problembearbeitungsprozess vor.
  • 09/12: Informationsveranstaltung "Umbau der Warschauer Straße / Helsingforser Platz".
  • 10/12: "Ein wohnungspolitisches Handlungskonzept muß durchgesetzt werden!" - Text und Vortrag zur wohungspolitischen Konferenz im Abgeordnetenhaus.
  • 10/12: Arbeiterpaläste zu Eigentumswohnungen - Mieter aus der Frankfurter Allee wehren sich gegen drohende Vertreibung, gemeinsame Veranstaltung mit dem Mieter/innenrat Frankfurter Allee.
  • 09/12: Informationsveranstaltung S-Bahnhof Warschauer Straße - Diskussions- und Informationsveranstaltung zur Neugestaltung des S-Bahnhofs in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Friedrichshain/Kreuzberg.

im Jahr 2011

  • 06/11: Unterstützung der Mediaspreeparade - Anlässlich des Jahrestages des erfolgreichen Bürgerentscheid zum Projekt Media-Spree wird eine bezirksübergreifende Demonstration organisiert.
  • 07/11: >Thesen zur Perspektive der Bürgerbeteiligung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg" - Das Stadtteilbüro erarbeitet im Rahmen einer eigenen Klausur ein Thesenpapier und bringt das in den zuständigen BVV-Ausschuss ein.
  • 08/11:Diskussionen zur Stadtteilentwicklung auf dem Straßenfest Suppe & Mucke - In Zusammenarbeit mit dem Verein Suppe & Mucke werden vom Stadtteilbüro drei Podiumsdiskussionen vorbereitet und umgesetzt.
    • >Mehr nachhaltige Mobilität in Berlin?"
    • "Soziale und kulturelle Vielfalt als Lebensqualität: Nachhaltig Bauen, Wohnen und Erholen!"
    • "Touristification und das Recht auf Party – Wohnen vs. Kulturwirtschaftliches Spektakel!"
  • 11/11: Diskussionsveranstaltung "Wie geht es weiter mit der Boxhagener Straße?" - Diskussionsveranstaltung: Entwicklung der Boxhagener Straße – eine kippende Geschäftsstraße?
  • 12/11: Bürgerveranstaltung "Was kann Parkraumbewirtschaftung in Friedrichshain bewirken?" - Einführung einer großflächigen Parkraumbewirtschaftung im Ortsteil Friedrichshain.

im Jahr 2010

  • 01/10: Bürgerveranstaltung: “Wohnen in der Innenstadt - bezahlbar oder Privileg?" - Auf Initiative des Stadtteilbüros und in Zusammenarbeit mit der Asum GmbH, dem Stadtteilausschuss Kreuzberg e.V., und der Topos GmbH wurde die Veranstaltung zur sozialen Stadtentwicklung und Mieten organisiert.
  • 09/10: aktivierende Befragung für einen ökologischen Bildungs- und Nachbarschaftsgarten - Anwohner/innen werden nach ihren Nutzungsinteressen für den geplanten Bildungs- und Nachbarschaftsgarten hinter der zukünftigen Bezirkszentral-bibliothek gefragt.
  • 09/10: Informationsstand Suppe & Mucke - Zusammen mit Soned e.V. beteiligen wir uns am Suppenküchen, informieren und sammeln Meinungen für die Befragung zum Projekt des Bildungs- und Nachbarschaftsgartens.
  • 09/10: Informationsstand Weltfest - Das Stadtteilbüro Friedrichshain unterstützt mit die Vorbereitung des Weltfestes und ist mit einem Stand präsent.
  • 09/10: "Planungswerkstatt Nachbarschafts- und Bildungsgarten" - gemeinsame Veranstaltung des Stadtteilbüros Friedrichshain, der Betroffenenvertretung Warschauer Straße, Anwohner/innen der Niederbarminstraße 10, der Initiative Transition Town Friedrichshain/Kreuzberg und der Permakulturakademie zur Gestaltung eines ökologischen Nachbarschafts- und Bildungsgartens. Das Projekt scheitert letztendlich an der Entscheidung zum Zuschnitt der Freifläche hinter der neuen Bezirkszentralbibliothek.
  • 11/10: Eröffnung der Bezirkszentralbibliothek - Stadtteilbüro stellt seine Aktivitäten und das Gemeinschaftsprojekt bei der feierlichen Eröffnung der neuen Bezirkszentralbibliothek in der Frankfurter Allee 14a vor.

im Jahr 2009

  • 06/07: Bürgerversammlung: Perspektiven der Warschauer Brücke - Die Brücke und die Straßenbahnschienen mussten bereits nach einer relativ kurzen Zeit erneuert werden. Unklar ist, wann der S-Bahnhof umgebaut wird und wie die Verkehrsanbindung des Anschutz- Geländes und des Revaler Vierecks erfolgen soll.

2009

  • 04/09: erster gemeinsamer Subbotnik im Nachbarschaftsgarten - Zusammen mit der Initative Transition Town Friedrichshain wird der ehemalige Schulhof in der Frankfurter Allee 14a aufgeräumt und ein Nachbarschaftsgarten angelegt.
  • 04/09: Gesprächsrunde „Zukunft RAW – Bürger beteiligt?“ - Zusammenarbeit mit dem Ideenaufruf und mit dem RAW Tempel e.V. wurde eine Diskussionsveranstaltung organisiert.
  • 05/09: "Planungswerkstatt Boxhagener Straße" - Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in der Boxhagener Straße werden zusammen mit den Gewebetreibenden, Anwohner/innen und dem Bezirksamt beschlossen.
  • 06/09: Partizipations-Container - Das Stadtteilbüro betreut während der „14 schönen Tage“ vom 27. Juni bis zum 11. Juli 2009 im Wriezener Freiraumlabor den Partizipations-Container zur Stadtteilentwicklung, organisiert drei Partizipatinswerkstätten und die Podiumsdiskussion:„Zur Zukunft des RAW-Geländes - die Bürger_innen reden mit!“
    • RAW für alle – Bürgerstiftung vs. Genossenschaft?!“ - Partizipationsworkshop mit Akteuren und Projektpartnern aus dem RAW Tempel e.V. und dem Kiez.
    • "Partizipation im Quartier I- ein dezentrales Stadtteilzentrum in Friedrichshain“ -  Workshop für ein soziokulturelles Projektnetzwerk"
    • Partizipation im Quartier II: Bürgerhaushalt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
  • 09/09: Präsenz auf dem Weltfest - Als Stadtteilbüro beteiligen wir uns an der Initiative Transition Town Friedrichshain/Kreuzberg und an der Vorbereitung und Umsetzung des Weltfestes.
  • 10/09: Informationswagen RAW-Gelände - Der Ideenaufruf und das Stadtteilbüro Friedrichshain organisierten im Oktober 2009 für zwölf Tage einen „Infowagen“ zum RAW-Gelände. Die Ausstellung informierte über die historische Entwicklung des RAW-Geländes und zeigte ein Modell des Areals. Der Infowagen stand an der Revaler Strasse, bei dem Tor 1, einem Eingang auf das Gelände. An den beiden Wochenenden wurden Filme zu Stadtentwicklungsprozessen gezeigt. 

im Jahr 2008

  • 04/08: Bürgerveranstaltung "Umbau der Straße der Pariser Kommune" - Das Stadtteilbüro organisiert eine Informationsveranstaltung zum geplanten Umbau der Straße der Pariser Kommune.
  • 06/08: Diskussionveranstaltung: Spreeraum im Stadtumbau - Information und Diskussion zu künftigen Flächennutzungen entlang des Spreeufers in Friedrichshain-Kreuzberg.
  • 07/08: Bürgerparks und Nachbarschaftsgrün (Teil I) - Diskussionsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Initative Rosa Rose und dem Verein workstation - Ideenwerkstatt Berlin e.V.

im Jahr 2007

  • 06/07: Bürgerversammlung: Perspektiven der Warschauer Brücke - Die Brücke und die Straßenbahnschienen mussten bereits nach einer relativ kurzen Zeit erneuert werden. Unklar ist, wann der S-Bahnhof umgebaut wird und wie die Verkehrsanbindung des Anschutz- Geländes und des Revaler Vierecks erfolgen soll.
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